Gegen jede Diskriminierung! Fuck off sexism!

Interview von Sven R. mit der:
Autonomen heterosexuellen Befreiungsfront (AhB)

Wer seid ihr und warum existiert ihr überhaupt?

Wir sind ein loser freundschaftlicher Zusammenschluss von heterosexuellen Männern aus allen Alters – und Gesellschaftsschichten,
die kaum diskutierte und nicht zu akzeptierende Zustände der Gesellschaft kritisch reflektieren und an die Öffentlichkeit bringen wollen um ihr Umfeld (Arbeit Freizeit, Kultur) zum positiven zu verändern.

In der heutigen linksradikalen Szene werden heterosexuelle Männner nach Strich und Faden diskriminiert und ausgeschlossen: auf Plena, Frauenabenden, „multisexuellen Abenden“ und sogar aus linken Wohnprojekten. Vermeintliche antisexistische Gruppen und Zusammenschlüsse nehmen sich das Recht heraus einzuordnen, wer heterosexuell ist und wer nicht und reproduzieren durch ihre einseitige Herangehensweise das Weltbild, welches sie eigentlich bekämpfen möchten. Sie verhalten sich also genauso sexistisch, wie vermeintlich die Heterosexuellen sind, die sie mitlerweile bekämpfen, anstatt an einer
gemeinsamen und friedlichen Koexistenz zu arbeiten, die für beide förderlich sein kann.

In einer Gesellschaft, in der auch heterosexuelle Männer einem konstruierten Schönheitsideal unterliegen, welches zu enormen psychischen Druck führt, dem Männer genauso ausgesetzt sind wie Frauen oder nicht-heterosexuelle Männer, wird hier nur einseitig sexistisches Gedankengut bekämpft und dadurch reproduziert.
Die heutigen sogenannten Anti-Diskriminierungsgesetzte schließen all jene von gesellschaftlichem Schutz aus, die angeblich keiner Diskriminierung unterliegen, wie heterosexuelle Männer zwischen 20-30 Jahren. Deshalb ist es nicht nur logisch, sondern zwingend notwendig solche Zustände aufzudecken, zu kritisieren und zu bekämpfen!

In welchen Projekten seht ihr eure zukünftige Arbeit?

Zu allererst wollen wir eine große Öffentlichkeit für unser Anliegen gewinnen,
also bereiten wir hauptsächlich puplizistische Arbeit ( Zeitungen, Flyer, Homepage ) vor. Ausserdem wollen wir uns in bestehende antisexistische Zusammenhänge einbringen und dort für einen „frischen Wind“ sorgen.

Wie begründet ihr euren eigenen Antisexismus, wenn ihr doch ausschliesslich
für die Rechte hetereosexueller Männer eintretet?

Das wir für die Rechte, wie auch Pflichten, heterosexueller Männer eintreten heißt nicht dass, wir sexistische Vorurteile und die daraus resultierenden Probleme für Frauen und nicht- heterosexuellen Männern, gesellschaftlich unbeachtet lassen wollen. Sondern wir möchten einen notwendigen Beitrag zu bestehender sogenannter antisexistischer Arbeit leisten, die nur einseitig aus den Augen der Frau und den nicht- heterosexuellen Männern betrachtet wird.

So setzten wir uns beispielsweise für echte Gleichberechtigung ein und befürworten eine Annäherung der Frauen an das Selbstbewusstsein der Männer, anstatt das der Männer einzuschränken.

Wir befinden es als positiv das z.B.: migrantische kleinkriminelle Jugendgangs nicht mehr vorrangig durch männliche Jugendliche betrieben werden, sondern das sich mittlerweile auch Frauen trauen, eigene Gangs zu gründen, um den „Jungs“ etwas
entgegen zu setzen. Dieses „entgegen setzen“ ist Teil einer durchaus positiven Entwicklung, aus der resultiert, dass es irgendwann eine gesellschaftlich gleichgestellte Frau gibt, welche den Ansprüchen einer männlich dominierten Welt gerecht wird, um diese zu einer gerechteren auszubauen.

Wie sieht denn für euch eine „männlich dominierte Gesellschaft“ aus? Wenn am Wochenende betrunkene Männerhorden durch die Stadt ziehen
und ihr gesamtes Umfeld belästigen, anpöbeln und verprügeln, kann mann das ja wohl kaum befürworten. Eine Gesellschaft, in der das nicht mehr nur ein vorrangig männliches Phänomen ist, sondern sich Alle an diesem Kleinkrieg beteiligen?

Natürlich haben wir darüber auch schon nachgedacht und miteinander versucht einen gemeinsamen Standpunkt zu erarbeiten. Befürchtungen solcher Art sollten uns allerdings nicht daran hindern darüber miteinander in Dialog zu treten. Wir möchten nicht länger schweigen! Dieses schweigen ist aber trauriger Bestandteil verschämter linker Politik, die dadurch so vieles außer Acht lässt. Und wir finden, wenn Dialoge solcher Art so selten geführt werden, kann das große gesellschaftspolitische Folgen haben. Auch für die linke Bewegung! Aus diesem Standpunkt gesehen ist das Wort Kleinkrieg doch eher schon der Beginn einer lang anhaltenden Panikmache. Auf diese Art Vision können wir nur antworten, in dem wir unsere Arbeit intensivieren!

Wenn man die Linke realistisch betrachtet, seid ihr euch sicher bewusst, dass ihr wenig oder keine Solidarität erwarten könnt. Wie finanziert ihr eure arbeit und wo seht ihr unterstützungsmöglichkeiten?

Wir sind uns der mangelnden Solidarität durchaus bewusst. Dieses Thema wird bei uns besonders intensiv diskutiert, da es hierbei ja nicht nur um infrastrukturelle Belange geht, sondern auch um ideelle Anknüpfungspunkte an die Gesellschaft und zu führende antisexistische Diskurse.
Wir gehen davon aus, dass unsere Arbeit nicht nur auf linksradikaler Ebene bleiben kann, sondern sich darüber hinaus auch auf die bürgerliche Mitte bezieht. Hier sehen wir vor allem bei der arbeitenden Bevölkerung eine große Sensibilisierung für unser Anliegen. Gerade in Bezirken wie Hohenschönhausen oder Marzahn, wo wenig oder gar keine linke Kultur zu finden ist, hoffen wir vorrangig junge Menschen zu gewinnen und einzubinden. An dieser Stelle ist es gut denkbar, dass diese Menschen auch für andere wichtige Themen im linken Sinne zu begeistern sind. Das wird natürlich nicht von heut auf morgen passieren!
Daher werden wir den Beginn unserer Aktivität wohl aus eigener Tasche bezahlen, was kein Problem sein sollte, da wir auch der arbeitenden Bevölkerung angehören.

Zu allerletzt: Was soll sich denn durch eure Arbeit genau verändern?

Wir wollen Bestrebungen verhindern, die soweit gehen unsere Rechtschreibung zu verschandeln, beispielsweise durch das berühmt- berüchtigte „innen“ nach jedem Wort. Wir stellen uns eine Welt vor, in der es wieder alltäglich ist ein Mann zu sein, dass mann sich dafür nicht mehr schämen muss, so zu sein, wie mann von Natur aus ist.
Für uns ist es wichtig eine langanhaltende, produktive Arbeit führen zu können.
Daraus resultiert für uns, dass wir auch nur heterosexuelle Männer innerhab unserer Gruppe akzeptieren können, um uns nicht von reaktionärem Gedankengut infiltrieren zu lassen. Ahnlich hat sich das ja damals auch bei den Black Panthern verhalten, dort konnten ja auch nur Afroamerikaner aktiv mitwirken und so verhält sich das ja auch bei diversen uns allen bekannten linken Frauengruppen und Initiativen.
Desweiteren erhoffen wir uns natürlich einige nachträgliche Veränderungen innerhalb der antisexistischen Arbeit. Wir möchten eine Welt für beiderlei Geschlecht und alles dazwischen erkämpfen, ohne Identitäten aufzugeben.

Fight Sexism!
Antisexistische Praxis gesellschaftsfähig machen!
Gegen Diskriminierung aller Art!
Für eine mehrgeschlechtliche Hegemonie!

Danke für das Gespräch.


19 Antworten auf “Gegen jede Diskriminierung! Fuck off sexism!”


  1. 1 notwendiger name 13. Februar 2008 um 21:47 Uhr

    wasn das für ne kacke? ihr armen macker.

  2. 2 tee 13. Februar 2008 um 22:01 Uhr

    *gääääähn*

  3. 3 tee 13. Februar 2008 um 22:06 Uhr

    *gäääääähn*

  4. 4 haha 13. Februar 2008 um 22:32 Uhr

    das ist ja echt peinlich ;)

  5. 5 chica 13. Februar 2008 um 22:37 Uhr

    Das ähnelt in manchen Sätzen doch ganz schön der rechten Männerbewegung
    (vgl. hier und ich hoffe das ganze ist Satire und nicht ernst gemeint. Ansonsten: gruselig.

    „In der heutigen linksradikalen Szene werden heterosexuelle Männner nach Strich und Faden diskriminiert und ausgeschlossen: auf Plena, Frauenabenden, “multisexuellen Abenden” und sogar aus linken Wohnprojekten.“ Warum das so ist und welcher Motivation das entspringt
    scheint egal.

    „So setzten wir uns beispielsweise für echte Gleichberechtigung ein“
    Echte Gleichberechtigung ist auch echt das Lieblingswort von Anti-feministInnen.

  6. 6 thexforanu 13. Februar 2008 um 22:38 Uhr

    Bitte geht zum Arbeitsvermittler Eures Vertrauens (gern männlich & heterosexuell) und lasst Euch einen Job vermitteln, sagen wir mit so 50-60 Wochenstunden. Da habt ihr dann ordentlich was zu tun, ein bisschen Geld gibts auch und die Zeit, sich solchen dummen Dreck auszudenken, ist ausgesprochen begrenzt. Deal?

  7. 7 loretta 14. Februar 2008 um 2:57 Uhr

    ihr habt doch alle noch nie gefickt!

  8. 8 Mann 14. Februar 2008 um 12:45 Uhr

    Also ich finde das einige Dinge durchaus richtig sind und endlich ma angesprochen gehören!!!!
    Wir sollten uns auch nich alles gefallen lassen!

    Sehr gudde Idee……wurde auch Zeit!!!

    Antisexistische Grüße

  9. 9 Hehe 14. Februar 2008 um 12:49 Uhr

    Haha, Ihr kleinen Verlierer. Euren Link mit selbstgeschriebener Pseudoaufgeregtheit bei Indy zu Posten ist echt ein gaaaanz alter Hut. Und geklappt hats bei euch ja auch nicht…

  10. 10 Hallo 14. Februar 2008 um 13:24 Uhr

    „Ihr habt doch alle noch nie gefickt!“

    Passt zu:

    Emanzen sind alle hässlich!

    oder

    Lesben müsste man nur richtig durch ficken.

    loretta, super Kommentar, wirklich wirklich emanzipiert und ideenreich!

    Hast sicherlich stundenlang drüber nachgedacht!

  11. 11 bikepunk 089 14. Februar 2008 um 14:51 Uhr

    Nehmt mich bitte aus eurer blogroll.

  12. 12 Paul 14. Februar 2008 um 14:52 Uhr

    ich weiß ehrlich nicht, warum man sich darüber so aufregen muss. ich finde den ansatz durchaus nicht falsch. aber das geht in eure linken verbohrten köpfe natürlich nicht rein.

  13. 13 zicken 14. Februar 2008 um 15:40 Uhr

    Das ihr euch hier schon wieder aufregt und so undifferenziert kritisiert, zeigt ja schon das die anscheinend gar nich so unrecht haben!!!!

    Und ick denke das das wichtig is Sexismus nich mehr nur so einseitig zu sehen!!
    Sondern man sollte schon schauen wie weit ein sexistisches Weltbild bei einigen radikal feministischen Gruppen geht!!!

  14. 14 Stolze Frau 14. Februar 2008 um 15:45 Uhr

    êinfach nur schwachsinn………..aber mächtig gewaltig!!!!

    Kein Wunder das Männer überall ausgeschlossen werden!

  15. 15 mobster 15. Februar 2008 um 0:22 Uhr

    billiger FAKE. *gähn*

  16. 16 Nick 16. Februar 2008 um 14:33 Uhr

    Eine Satire, die nur schwer als solche auszumachen ist, da nur eins offenbar wird: Das binäre Denken des Schreibers.

  17. 17 blackone 18. Februar 2008 um 18:33 Uhr

    Wenn das Satire sein soll, sehe ich irgendwie nicht, was die eigentliche Aussage sein soll. Sonderlich witzig ist es auch nicht, und ernst gemeint kann es eigentlich erst recht nicht sein…

  1. 1 aftershow :: Denkt mal drüber nach… Pingback am 13. Februar 2008 um 21:32 Uhr
  2. 2 » Blog Archiv » Autonomen heterosexuellen Befreiungsfront (AhB) Pingback am 06. Juni 2008 um 17:38 Uhr
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